Exkursion Technikreise 2017 – Thüringen – abgesagt mangels Teilnehmer!!


Termin Details


Technikreise 2017 – Thüringen mit Besichtigung von ZF Schweinfurt, Mifa Bike GmbH, der Wartburg, Erlebnisbergwerk Merkers uvm.

Landschaftliche Schönheiten, ein reiches kulturelles Erbe und lebendiges Brauchtum, historische Städte, bekannte Kurorte sowie Heil- und Erlebnisbäder prägen das reiche Bild Thüringens. Berühmte Namen wie Goethe, Schiller oder Luther haben die Geschichte hier im grünen, waldreichen Herz Deutschlands geprägt. Rund um Gotha führen wir Sie aber nicht nur an berühmte Stationen der deutschen Kulturgeschichte, auch technisch interessierte Gäste kommen bei interessanten Besichtigungen auf ihre Kosten.

1. Tag (Mittwoch, 04.10.17): Anreise über Schweinfurt und Arnstadt nach Gotha (ca. 420 km)
Anreise auf der Autobahn vorbei an Würzburg nach Schweinfurt. Durch die Straßen der ehemaligen Freien Reichsstadt am Main mit ihrer wechselvollen 1.200-jährigen Geschichte weht heute noch der Geist der alten Industriepioniere. Seit mehr als 100 Jahren ist Schweinfurt als Industriestadt weltberühmt, hier haben Erfindungen wie das Kugellager und das moderne Fahrrad mit Freilaufnaben ihren Ursprung. Weltweit tätige Firmen wie die Schaeffler Gruppe mit ihrer Marke FAG, Bosch Rexroth oder ZF sind hier vertreten. Letztere als weltweit führender  Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik ist am Standort Schweinfurt ein traditionsreicher und angesehener Partner der Fahrzeugindustrie. Die Produkte kommen neben den klassischen Anwendungen in Pkw, Nutzfahrzeug, Bahn, Bau- und Agrartechnik auch im Motorsport zum Einsatz. Hier geführte Besichtigung. Auf der Autobahn A 71 geht es nun durch den Thüringerwald nach Arnstadt. Bei der Firma SolarWorld Industries Thüringen GmbH werden wir zur nächsten Führung erwartet. Der Produktionsstandort – eine der modernsten Fertigungsstätten für Solarzellen und Solarmodule in Europa – gehört seit März 2014 zum SolarWorld-Konzern. Dieser hat sich vom Handelsunternehmen zu einem Solarkonzern mit integriertem
Wertschöpfungsprozess – vom Rohstoff über den Wafer, die Zelle, das Modul bis hin zur fertigen Solarstromanlage – entwickelt. Der Fokus in Arnstadt liegt auf Hightech und besonders hoher Leistung: hergestellt werden monokristalline PERC-Hocheffizienzzellen und monokristalline Hochleistungsmodule im XL-Format mit 72 Zellen. Wir behalten uns die Besichtigung eines anderen Unternehmens vor. Dann erreichen wir unser Ziel Gotha, die ehemalige Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Gotha. Der gesamte Hauptmarkt, dessen Bild vom schönen Rathaus beherrscht wird, steht als historischer Gebäudekomplex unter Denkmalschutz. Die reichgestalteten Fassaden der barocken Bürgerhäuser vermitteln noch heute stadtgeschichtlich Bedeutsames. Berühmte Einwohner und Gäste der Stadt wohnten nachweislich hier, z.B. Martin Luther und Lucas Cranach. Unser Standort für die nächsten Tage ist das schöne, ruhig gelegene Hotel am Schlosspark. Abendessen im Hotel.

2. Tag (Donnerstag, 05.10.17): MIFA Sangerhausen, Kyffhäuser & Ekhof-Theater Gotha (ca. 220 km) Der heutige Ausflug führt uns in den Norden Thüringens und den Südwesten Sachsen-Anhalts. Dort an den Ausläufern des Südharzes befindet sich Sangerhausen. Hier besuchen wir mit Führung den traditionsreichen Fahrradhersteller MIFA Bike GmbH (Mitteldeutsche Fahrradwerke). Unter dem Motto „Fahrräder und E-Bikes aus der Mitte Deutschlands“ erfolgt in einem Neubau nahe der Autobahn die Lackierung und Zusammensetzung der eingekauften Einzelteile. Das Kernstück der Produktion besteht aus drei Fließbändern für die Endmontage der Fahrräder, die am Materialeingang und anderen weniger arbeitsintensiven Stellen zu einem Fließband verbunden sind. Die Produkte werden u.a. unter den Markennamen MIFA, Germatec, Zündapp und Cyco im unteren und mittleren und unter Grace und
Steppenwolf im gehobenen Preissegment vertrieben. Dann geht es hoch hinauf: der Bus bringt uns zum kleinsten deutschen Mittelgebirge mit seinen typisch leuchtend weißen Gipshängen: dem Kyffhäuser. Ein außerordentliches Monument, das imposante, 81 m hohe Kyffhäuser-Denkmal (1890-1896) mit dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und die in Stein
gehauene Barbarossafigur erwartet uns auf dem 457 m hohen Kyffhäuser-Burgberg (bereits wieder auf Thüringer Gemarkung). Hier freier Aufenthalt, verschiedene
Ausstellungen informieren über die Geschichte der beeindruckenden Burganlage, die Kyffhäuser- oder Barbarossasage sowie die Baugeschichte des Denkmals.
Zu sehen ist auch der tiefste Burgbrunnen der Welt. Im Bistro „Kaiser Picknick“ haben Sie die Möglichkeit einen kleinen Imbiss einzunehmen. Zurück in Gotha steuern wir am Nachmittag das unserem Hotel benachbarte Schloss Friedenstein an. Die monumentale, im Umfang 140 x 110 m messende Anlage ist das größte Schloss Thüringens und zählte zu den herausragenden Bauten des 17. Jh. im gesamten Reich. Nachdem das Herzogtum Sachsen-Gotha mitten im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) entstanden war, wurde das Schloss unter Ernst I. (genannt „Der Fromme“) erbaut. Unser Augenmerk gilt dem berühmten Ekhof-Theater im Westturm (erbaut 1681-83). Es ist das weltweit älteste Barocktheater mit einer funktionstüchtigen Bühnenmaschinerie aus dem 17. Jh., die bis heute manuell bedient wird. Hier geführte Besichtigung. Abendessen im Hotel.

3. Tag (Freitag, 06.10.17): Wartburg, Erlebnisbergwerk Merkers &“automobile welt eisenach“ (ca. 140 km) Unser Weg führt uns heute Morgen Richtung Eisenach. Etwas südlich der Stadt  besichtigen wir mit der Wartburg ein Symbol deutscher Geschichte, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Uns öffnet sich bei der Führung ein über 900 Jahre altes Geschichtsbuch: die höfische Kunst des Mittelalters, das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth, Martin Luther, das Fest der deutschen Burschenschaften und Wagners romantische Oper „Tannhäuser“ – all das verleiht der Burg neben der exponierten Lage im Thüringer Wald ihre besondere Anziehungskraft. 2017 wird auf der Wartburg außerdem unter der Überschrift „Luther und die Deutschen“ ein Teil der großen nationalen Ausstellung zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gezeigt (neben den beiden anderen Standorten Berlin und Lutherstadt Wittenberg).

Unser nächster Besuch gilt dem Erlebnisbergwerk Merkers im Kalirevier Werra. Es nahm 1925 als weltgrößte Kalifabrik den Betrieb auf. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden große Teile des Reichsbankgoldes (unter anderem des Nazigoldes), Bargeld in Reichsmark und viele Kunstgegenstände (unter anderem aus der Gemäldegalerie Berlin und die Büste der Nofretete) am 8. April 1945 durch amerikanische Truppen entdeckt, u.a. fuhr Dwight D. Eisenhower in die Grube ein. 1993 wurde der Bergbau in Merkers zu Gunsten des WerkesUnterbreizbach eingestellt – seit Ende der Förderung dienen die Schächte zu Sicherungsarbeiten im Grubenrevier Merkers und das Bergwerk seit 1991 als Erlebnisbergwerk. In einer ca. 21 km langen Rundfahrt auf Mannschaftswagen erfährt man Einzelheiten über den Kalisalzabbau und besichtigt den Lagerort des Nazigoldes, die Kristallhöhle und ein Salzbergbau-Museum unter Tage. Außerdem wird der größte und tiefste Konzertsaal der Welt vorgeführt, hier befindet sich auch der größte untertägige  Schaufelradbagger der Welt. Die Führung dauert bis zu drei Stunden, beginnend mit einer zweiminütigen Fahrt in einem Förderkorb bis auf 500 Meter Teufe. Gegen Abend Besuch in der „automobilen welt eisenach“, dem Museum über die Geschichte des Automobilbaus in der Wartburgstadt. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Automobilwerks Eisenach (AWE) im denkmalgeschützten Gebäude O2 aus dem Jahre 1936. Im Museum werden mehr als 110 Jahre Eisenacher Automobilbaugeschichte dokumentiert. Zu sehen sind Fahrzeuge aus Eisenacher Produktion, aber auch Gegenstände, die Zeitzeugnisse des Fahrzeugbaus und der Lebensverhältnisse aus der entsprechenden Zeit sind. Gezeigt werden Fahrzeuge aus allen Produktionsepochen wie beispielsweise einer der ersten Wartburg-Motorwagen von 1899, der Dixi 3/15, der BMW 328, der EMW 327, der EMW 340 sowie Serien-Modelle aus dem Automobilwerk Eisenach (AWE) und ein AWE-Rennsportwagen aus dem Jahr 1956. Karosserie-Studien aus Holz, Prototypen und Konstruktionspläne geben darüber hinaus Einblick in die Fahrzeug-Entwicklung in Eisenach. Abendessen im Hotel in Gotha.

4. Tag (Samstag, 07.10.17): Rückreise über Meiningen und Bad Kissingen (ca. 400 km) Im Süden Thüringens erreichen wir heute Morgen die Theater- und Residenzstadt Meiningen. Die Herzöge von Sachsen-Meiningen ließen besonders im 19. Jh. großzügig bauen, so dass neben alten Fachwerkhäusern im fränkischen Stil vor allem repräsentative Straßen und Gebäude das Stadtbild bestimmen. Wir widmen uns aber dem 1914 gegründeten Dampflokwerk Meiningen, mit dem die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH über das letzte größere Instandsetzungswerk für  Dampflokomotiven in Westeuropa verfügt. Es hat sich zu einem Kompetenzzentrum für historische Schienenfahrzeuge entwickelt, zu denen neben den noch immer dominierenden Dampflokomotiven auch historische Dieselloks, E-Loks, Triebwagen und moderne Schneeräumfahrzeuge gehören. Bei der geführten Besichtigung sehen wir u.a. die Lokhalle mit den im Werk
befindlichen Lokomotiven und Waggons, das Anheizhaus sowie die Kesselschmiede. Mittagspause in Meiningen. Am Nachmittag legen wir noch einen Stopp in der reizenden Kurstadt Bad Kissingen ein, wo einst schon Österreichs Kaiserpaar Franz Joseph II. und Gemahlin Elisabeth (Sisi)  kurten. Flanieren Sie durch die Altstadt und das Kurgebiet mit Europas größter Wandelhalle,  runnenhalle, Regentenbau, Kurtheater, Altem und Neuem Rathaus etc. Anschließend Heimreise nach Ulm, geplante Rückkehr ab ca. 19.30 Uhr.

Anmeldung unter Anmeldung_Technikreise_2017